Technologie & Zusammenarbeit in der Cloud

Alexander Felsenberg Featured, Sternwald

VDZ Tech Summit, Hamburg, Ende November: Zwei Tage voller Inspiration, Innovation und Networking mit über 170 Digital Publishing Experten und wir waren mit einem eigenen Stand vor Ort um die Sternwald Cloud vorzustellen.

„Zeit uns neu zu erfinden“, stellte gleich zu Beginn Stefan Winners, Mitglied des Vorstands – Digital, Hubert Burda Media, München fest und meinte vor allem die Fokussierung und den Aufbau von Wissen und Erhöhung Eintrittsbarrieren. Helmut Krasnik, Managing Director Corporate Digital Platforms, Axel Springer ging noch einen Schritt weiter, er meinte: „Umsatz Digital zu machen, heißt nicht, dass ein Unternehmen ein Digital ist“, also den MindSet zu ändern ist eine Sache, die größte Herausforderung ist es aber der technischen Übermacht aus den USA Herr zu werden. Hier sei es an der Zeit sich zusammenzuschließen. Denn Digital bedeutet tatsächlich „neu zu denken“ und das heißt, in Zeiten der Cloud, gemeinsam zu agieren und gemeinsam technische Lösungen zu nutzen und Funktionalitäten nach Bedarf dazu zuschalten. Nur so könne man der technischen und finanziellen Übermacht begegnen.

Wie stark die Technologie in Medienhäusern einen Einfluss auf den Erfolg hat, zeigte Matthew Monahan, Head of Product & Sales, Arc Publishing, Washington Post. Er stellte die Cloud-Lösung der ARC-Publishing / Washington Post erstmalig in Deutschland vor. Ausgestattet mit Ressourcen von Amazon ist es der Washington Post gelungen eine universell einsetzbare Technik für alle Bereiche des Recherchierens, Organisieren, Publizieren und Monetarisieren aufzubauen. Die einzelnen Funktionalitäten der Cloud-Plattform werden mittlerweile auch von anderen amerikanischen Publishern wie dem „Boston Globe“ und Publishern außerhalb der USA genutzt. Monahan, erklärte dann, dass einfache wie erfolgreiche Abo-Modell der Washington Post: Simple Products, simple Pricing, simple Registration-Wall. Für den Nutzer muss das Angebot klar und übersichtlich sein, damit es ihm so angenehm wie möglich gemacht werde. Er erklärte, wie sich die US-Zeitung mit Hilfe von Technologien weiterentwickelt. „Arc Publishing is built for publishers focused on digital expansion and who want the flexibility to tell rich, engaging stories online.” Unter anderem können Redakteure auf ein integriertes „Headline-Tool“ zugreifen, mit dessen Hilfe automatisch Schlagzeilen basierend auf dem Content generiert und vorgeschlagen werden. Im Sinne stärkerer und besserer Wahrnehmung können Journalisten so über eine alternative ‚Head‘ nachdenken und die gegebenenfalls bessere nutzen. Seine Kernbotschaft: „Excellence in journalism is very important and core for everything but there must be an excellence in engineering as well“.
Ähnlich sah das auch Torsten Ahlers, Geschäftsführer, Otto Group Media, der meinte das Amazon in den nächsten drei Jahren als Top-Medienunternehmen wertvoller sein wird als Facebook und zu den wertvollsten Medienunternehmen der Welt gehören wird. Seiner Ansicht nach würden all jene Medienhäuser verschwinden, die auf dem C-Level keine Technologie-DNA verinnerlicht haben. Er stellte die Notwendigkeit in den Fokus, strategische und operative Elemente im Big Data-Prozess aufeinander abzustimmen. „Keine Daten, keine Reichweite, kein Erfolg“, betonte Ahlers. Hier lag er auf einer Linie mit Sternwald, die mit der Content Drehscheibe huGO nicht nur auf die effiziente und kanalübergreifende Wieder- und Weiterverwendung von Inhalten abzielt, sondern auch aus Content Verwendungsdaten wichtige Informationen für die Redaktionssteuerung und Monetarisierungsstrategie ableitet.

Insgesamt zeigt es sich, Technologie wird ein immer bestimmender Erfolgsfaktor. Eine Cloud basierte gemeinsame nach Bedarf genutzte Technik, funktioniert und ist wirtschaftlich sinnvoll für Print und Online. Apropos, diese Unterscheidung machte Matthew Monahan nicht mehr.

 

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